In der ersten Woche der Osterferien fand in Taunusstein ein internationales Trainingscamp im Rhönradturnen statt, das über zweieinhalb Tage hinweg Turnerinnen und Turner aus verschiedenen Ländern zusammenbrachte. Insgesamt nahmen rund 35 Sportlerinnen und Sportler aus Norwegen, den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland teil. Die Teilnehmer stammten aus unterschiedlichen Vereinen – einige reisten allein an, während andere in größeren Gruppen von bis zu zehn Personen vertreten waren.
Auch die DJK Wissen-Selbach war mit drei Turnerinnen vor Ort: den Bundesklasseturnerinnen Amilia Friesen und Holly Koch sowie der Landesklasseturnerin Emma Müller.

Das Training war intensiv und abwechslungsreich gestaltet. Jeder Tag war in zwei Einheiten unterteilt, die jeweils etwa dreieinhalb bis vier Stunden dauerten und in verschiedenen Hallen stattfanden. Die große Gruppe wurde dafür in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt. Vor jeder Trainingseinheit stand ein gemeinsames Aufwärmprogramm auf dem Plan, das entweder von Trainern oder von den Teilnehmern selbst angeleitet wurde.
Inhaltlich deckten die Trainingseinheiten alle Disziplinen des Rhönradturnens ab: Spirale, Sprung und Gerade. Dabei hatten die Turnerinnen und Turner die Möglichkeit, neue Elemente auszuprobieren, bestehende Übungen zu verbessern und wertvolle Tipps von erfahrenen Trainern zu erhalten. Unterstützt wurden sie unter anderem von verschiedenen Spezialtrainern sowie von Bundestrainerin Katja Homeyer. Da das Camp international besetzt war, wurde neben Deutsch auch viel Englisch gesprochen.
Ergänzt wurde das Programm durch spezielle Einheiten für Stretching und Handstandtraining. Beim Stretching lag der Fokus auf dem Nachmachen vorgezeigter Dehnübungen, während im Handstandtraining gezielt an Techniken wie dem Schweizer Handstand und an der Kräftigung der Bauchmuskulatur gearbeitet wurde.
Parallel zum Rhönradtraining fand in einer weiteren Halle auch ein Cyr-Training statt, das zusätzliche Einblicke in eine verwandte Sportart bot.
Trotz der intensiven Belastung fiel das Fazit der Teilnehmerinnen durchweg positiv aus. Holly Koch von der DJK Wissen-Selbach brachte es auf den Punkt:
„Ich fand es sehr cool, war zwar anstrengend, aber hat sich auf jeden Fall gelohnt 😊.“
Das Trainingscamp bot somit nicht nur sportliche Weiterentwicklung, sondern auch internationalen Austausch und neue Erfahrungen für alle Beteiligten.